Negativwerbung
- März 22nd März 2006
- Eingetragen inAllgemein
- vonCarsten Müller
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Die Euroweb GmbH ist derzeit dabei sich in der Blogosphäre einen Namen zu machen, leider eher einen negativen. Da fliegen Einstweilige Verfügungen, es wird Abgemahnt und zensiert und man möchte auch die private Post der User lesen, könnte ja etwas Geschäftsschädigendes drin stehen. Und was hat es bisher gebracht? Nur weitere Negativ Publicity!
Prinzipiell ist ja nichts dagegen einzuwenden wenn eine Firma versucht ihren Namen reinzuhalten bzw. reinzuwaschen. Doch muss man gleich versuchen die Rechte anderer Menschen zu beschneiden in dem man sie aufgrund ihrer Meinungsäusserung versucht finanziell auszubluten und Mundtot zu machen? Was ist bitte aus der guten alten Gegendarstellung geworden? Ich denke kein Blogger würde sich dagegen stellen wenn eine von Ihm/Ihr kritisierte Person/Firma/Organisation eine Gegendarstellung auf seiner/ihrer Seite verlangt.
Statt dessen greift man zur "Wunderwaffe des neuen Jahrtausends", der Abmahnung! Sie kostet in den allermeisten Fällen richtig Geld, was die allerwenigsten einfach mal so haben, und so steigt das Risiko auf Seiten des Abgemahnten und er/sie wird sich fragen ob es den Streit lohnt oder ob die Sache im Zweifel vor Gericht nicht noch teurer wird. Und genau das ist von den Abmahnern auch so gewollt. Durch einen sehr hoch angesetzten Streitwert summieren sich auch die Anwaltskosten der Abmahnung, die ja immer der Abgemahnte tragen soll, dadurch wird das für viele zu einem unkalkulierbarem Risiko.
Jens Scholz allerdings hat sich entschlossen zurückzuschiessen, er hat Udo Vetter vom Lawblog mit der Wahrung seiner Interessen beauftragt. Am Ende jedoch fragt man sich was das ganze überhaupt soll? Mit Kritik sollte man lernen umzugehen und ihr auch zu begegnen statt zu versuchen unliebsame Äusserungen wegzuklagen. Nunja, warten wir also auf eine negative Feststellungsklage…
[ via Wirres, Nerdcore, Mein Parteibuch, Spreeblick ]
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Am Mittwoch findet eine mündliche Verhandlung in Sachen Euroweb gegen einen User des gulli:board statt. Gegenstand der Verhandlung: Die Euroweb Internet GmbH fordert eine Unterlassenserklärung, in der sich der User verpflichtet, keine Erfahrungsberichte v